Ja, einmal zu den Räumlichkeiten:
Für eine vorübergehende Dunkelkammer eignet sich: Das Badezimmer, da Wasser und auch Strom vorhanden sind. Der Nachteil: Du mußt nach der Arbeit alles wieder wegräumen.(Ausrüstung und Papier, Chemie,... nicht im Bad lagern da sie durch die Wasserdämpfe kaputt wird! ) Die Küche eignet sich weniger, weil ja mit leicht giftigen Chemikalien gearbeitet wird (wenn, muß nach der Arbeit alles gründlichst aufgeräumt und abgewischt werden). Am besten ist ein normales Zimmer, nur mußt du aufpassen, denn der Entwickler hinterläßt Flecken auf Böden und auch auf der Kleidung die nicht wieder zu entfernen sind. Im allgemeinen eignet sich jeder Raum der lichtdicht gemacht werden kann. Es muß nicht einmal Wasser in dem Raum vorhanden sein. (Wäre allerdings von Vorteil), achten solltest du auch darauf, dass man/frau/mensch-hä? nicht in Räumlichkeiten arbeitet, wo es viel Staub gibt wie z.b. dem Dachboden.
Was brauchen wir nun alles in der Dunkelkammer um Schwarzweißvergrösserungen anzufertigen?
Die Dunkelkammerbeleuchtung:
Am einfachsten ist es, man nimmt spezielle rot-grüne Glühbirnen die dann in eine Lampenfassung geschraubt werden. Die birnen erhält man(natürlich auch frau und mensch, aber soll ich das jedesmal schreiben? I don`t know!) in jedem guten Fotogeschäft. In Ketten die billige Filmentwicklung anbieten gibt es meistens keine. Mehr Glück hat man in Second Hand Fotogeschäften da diese meist auch Dunkelkammersortiment wie neue Lampen, Papier,... anbieten. Mit zwei Birnen sollte man schon auskommen. (Gut ist es auch eine in Reserve zu haben, falls eine kaputt wird)
Drei (- 4) Wannen:
Eine für den Entwickler, eine für das Zwischenbad (Stoppbad od. Wasser) und eine für den Fixierer. Eine große Wanne oder einen Kübel für die Schlusswässerung. Wichtig: Jede Wanne sollte einer Flüssigkeit zugeordnet sein(Die Flüssigkeiten zerstören sich gegenseitig!). Nach Gebrauch die Wannen immer ausschwemmen.
2-3 Entwicklungszangen:
Um das Papier im Entwickler zu bewegen und von einer Wanne in die nächste zu geben. Ich verwende keine Zangen da die Gefahr besteht (besonders bei Eisenzangen!) die Bilder zu zerkratzen. Um die Bilder im Entwickler zu bewegen ist es oft besser einfach die Wanne vorsichtig zu schwenken. Da die Bäder leicht giftig sind können allergische Reaktionen auftreten. Aufpassen sollte man auch bei offenen wunden. Und ganz wichtig wenn du ohne Zangen arbeitest: NIE vom Fixierer direkt in den Entwickler greifen! Immer bevor du in die andere Chemie greifst kurz die Hände z.b. in der Zwischenwässerung abspülen.
Ein Vergrößerungsapparat:
Den man am besten von Freunden ausborgt oder in Second-Hand shops (vergleichsweise)günstig kauft. Wichtig hierbei ist nur das es ein Kleinbildvergrösserer(kb) ist. Aufpassen sollte man auch das die Negativbühne zwei Glasplatten besitzt. Sehr alte Modelle haben oft nur eine Vorrichtung zum Einklemmen der Negative, wobei diese leicht zerkratzen, dies ist bei Glasplatten nicht der Fall da das Negativ zwischen zwei Glasplatten geklemmt bzw. gelegt wird.
Die Zeitschaltuhr:
Sie wäre von Vorteil. Man schließt sie zwischen Vergrößerer und Steckdose, stellt die Zeit ein und es wird automatisch belichtet. Wer desöfteren entwickelt wird sich drüber freuen!
Flüssigkeiten und Chemie:
Auf alle Fälle braucht man den Entwickler und den Fixierer. Da erkundigt man sich am besten im Geschäft. Verdünnung,... steht auf,in der Packung. Es gibt noch einige andere Chemie wie z.b.das Stoppbad, ... die aber mehr oder weniger nur Hilfsmittel sind und nicht benötigt werden und nur Geld kosten.
Das Papier:
Es gibt ganz verschiedene, von hochglanz bis matt. Das ist aber Geschmackssache. Auch die Größe ist ganz verschieden - es gibt sogar Postkarten. Achten sollte man darauf das es Gradationswandelpapier ist. Achtung! Das Papier ist lichtempfindlich und darf nur bei Dunkelkammerbeleuchtung und möglichst kurz geöffnet werden. Auch sollte man saubere und trockene Finger haben bevor man es angreift.
Die Filter:
Filter sind (rötliche) Folien die in den Vergrößerer eingelegt werden. Sie lassen bestimmte Lichtanteile weniger oder mehr durch. Mit Filtern wird der Kontrast geschteuert. Sie reichen von 00 - 5. 00: wenig bis fast keine Kontraste (alles Grau, kaum Schwarz und Weiß) bishinn zu 5: starke Kontraste (fast kein Grau, fast nur Schwarz und Weiß) Kein Filter entspricht ungefähr dem Filter 2. Am Anfang sind Filter nicht unbedingt notwendig, wer aber öfter Vergrößert sollte sich aber irgendwann die Zeit nehmen um die Filter zu "erproben".
Praktische Hilfsmittel:
Wichtig ist eine Schere. Verschiedene Pappendeckelstücke zum abdecken bestimmter stellen (zb Probestreifen) sollte man auch immer bereithalten. Ein Marderhaarpinsel oder ein kleines Tüchlein für den Staub, Schreibblock und Stift, Thermometer für die Bäder,Trichter und Flaschen um die Bäder wieder abzufüllen, Handtuch.
! Bei den Bädern immer die Anleitung zur Verdünnung und Haltbarkeit beachten!
TIP und TRICK:
Wie gesagt, ein lichtdichter Raum ist wichtig. So kannst du deine Dunkelkammer auf Licht Testen:
Du nimmst ein Fotopapier (Immer nur bei Dunkelkammerbeleuchtung!), legst es irgendwo nicht zu nahe bei einer Lampe in deiner Dunkelkammer mit der Schicht(glatte Seite) nach oben hin, legst Münzen drauf und wartest einige Minuten(5-10). Das Papier entwickeln, fixieren,... Ergebnis: Ist das Papier leicht grau bis schwarz und sieht man wo die Münzen lagen, ist (zu viel) Licht auf das Fotopapier gelangt. Entweder ist der Raum nicht dunkel genug, oder eine der Dunkelkammerlampen hat etwas. Ist das Papier weiß ist alles in bester Ordnung!